Sommerlicher Wärmeschutz an Gebäuden

Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum ist Hitzeschutz und sommerlicher Wärmeschutz

Bei der Planung von Wohn- und Nutzgebäuden liegt der Fokus zunehmend auf klimaneutraler Gestaltung. An die Fassade und insbesondere an das Glas werden immer höhere Anforderungen gestellt. Die Lichtleistung sollte so hoch wie möglich sein, um den Beleuchtungseinsatz zu minimieren. Die Sonne muss in der Heizsaison kostenlos Wärme erzeugen, im Sommer aber auch effektiv draußen gehalten werden, bevor es im Raum zu heiß wird.

Die einzige Lösung für den sommerlichen Wärmeschutz an den Fensterflächen ist daher eine dynamische Fassade. Innenbeschattung erreicht aber oft nicht die geforderten Werte und Außenbeschattung braucht Wartung und kann nicht unter allen Umständen eingesetzt werden. Hier erläutern wir Ihnen, wie Sie bei Ihren Fenstern die optimale Lösung mit einer integrierten Lösung im Scheibenzwischenraum erzielen und die Kosten dafür zu einem hohen Anteil erstattet bekommen können.

Bedeutung von Sonnenschutz / Wärmeschutz für die Energieeffizienz + zukünftige Entwicklung (Erderwärmung)

Stark gedämmte Gebäudehüllen, zusammen mit großen Fensterflächen und steigenden Temperaturen im Sommer führen zu immer mehr Hitzeproblemen im inneren unserer Gebäude. Dies kann man an den steigenden Verkaufszahlen für Klimaanlagen für die Gebäude erkennen. Dabei steigt der Anteil am Energieverbrauch für die aktive Kühlung stets weiter an. Im Verhältnis dazu nimmt der Energieverbrauch für das Beheizen der Gebäude stetig ab.

Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren weiter verstärken, denn immer neue „Rekordsommer“ führen zu einer Verstärkung der Problematik. Die Anzahl der Sommertage und der extrem heißen Tage werden in Zukunft deutlich zunehmen.

Fest steht: Der Klimawandel wird die Gebäude und das System Sonnenschutz & Fenster vor neue Herausforderungen stellen.

Die Tatsache, dass der weltweite Energieverbrauch für Klimaanlagen über einen Zeitraum von 16 Jahren um 232% gestiegen ist, ist ein guter Indikator für dieses Problem. Wäre es nicht intelligenter, anstatt den Energieeintrag über die Sonne mit viel Klimatechnik und hohem Energieverbrauch aus dem Haus zu schaffen, den Energieeintrag zu vermeiden? Eine gute Verschattung der Fensterflächen vermindert den Energieeintrag sehr stark und hilft so Energie und Kosten für eine aufwändige Klimatisierung einzusparen.

Wie viel Energie & Wärme durch die Fenster in die Räume eingetragen wird, beschreibt der Gesamtenergiedurchlassgrad (g). Moderne Dreischeibenverglasungen haben einen g-Wert von ca. 0,6. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass 60% der Energie des Sonnenlichtes in den Raum hinter dem Fenster gelangen.

Was bedeutet das in der Praxis?

Wen im Sommer die ganze Zeit die Sonne mit einer Heizleistung von 700W auf das Fenster scheint, werden dadurch ca. 60% als Wärme in den Raum eingetragen (420 Watt). Dies ist mehr Wärme als ein Deckenfluter mit einem 300 Watt Leuchtmittel erzeugt.

Mit einer Jalousie im Scheibenzwischenraum kann dieser Wert auf 10% reduziert werden. Das entspricht beim oben genannten Beispiel lediglich einem Wärmeeintrag von 70 Watt. Dies entspricht in etwas der Leistung einer Glühlampe.

Wenn Sie die Lamellen der Jalousie in einen Winkel drehen, in dem kein direktes Sonnlicht in den Raum fällt, erreichen sie schon einen Wert von g = 15%. Der Vorteil dabei, Sie können immer noch durch die Scheibe nach draußen schauen. Im Sommer können so oft die Lamellen fast waagerecht gestellt werden, da die Sonne sehr steil nach unten scheint, wie in dem folgenden Bild zu sehen ist.

Mit einer innenliegenden Fenster Jalousie können sie den Eintrag von Licht und Wärme von der Sonne stufenlos einstellen zwischen 10% und 60%. Damit wählen sie selbst gemäß der Jahreszeit, ob Sie viel vom Sonnenlicht und der Wärme in den Raum hereinlassen möchten, oder ob Sie Wärme und Licht lieber mit Hilfe der Jalousie aus dem Haus halten.

Bei dem gleichen Isolierglas mit eingebautem Behang kann dieser Wert bei komplett abgesenktem Behang unter (<) 10% liegen.

Bedeutung für den Wohnkomfort

Wohnkomfort und damit Wohlbefinden ist eine der wichtigsten Dinge im Leben. Klimatisierung, Eintrag von Sonnenenergie und Beschattung können das Wohlbefinden stark beeinflussen. In klimatisierten Räumen bekomme vielen Menschen trockene Augen und leiden unter Kopfschmerzen. Von Fensterläden oder dunklen Rollläden völlig abgedunkelte Räume, die erst wieder mit Kunstlicht aufgehellt werden, sind für unseren Körper langfristig auch nicht ideal. Eine Jalousie im Scheibenzwischenraum als sommerlicher Wärmeschutz ermöglicht es uns die Wärme aus dem Haus herauszuhalten, gleichzeitig kann jedoch genug natürliches Licht in den Innenraum gelangen, damit die künstliche Beleuchtung nicht eingeschaltet werden muss. Mit diesem System kann man den Lichteintrag und damit die Aufheizung des Raumes sehr genau abstimmen.

Daraus ergeben sich praktische Vorteile für unser Wohlbefinden:

  • Ausgeglichenere Innentemperaturen:
  • Positive Wirkung des Sonnenlichtes auf unseren Biorhythmus
  • Tageslicht ist für unsere Augen optimal
  • Kein zusätzicher Wärmeeintrag über künstliche Beleuchtung

Welche Arten von Sonnenschutz / Wärmeschutz gibt es?

  • Außenliegender Sonnenschutz (z.B. Markisen)
  • Innenliegender Sonnenschutz
  • Sonnenschutz und Wärmeschutz im Scheibenzwischenraum

Wie sieht der ideale Sonnenschutz aus?

Idealer Sonnenschutz ist dynamisch! Wir benötigen die Möglichkeit der Sonnenschutzvorrichtung, um den Lichteinfall und den Wärmeeintrag flexibel anpassen zu können. In der Heizsaison muss man die Lichtabschirmung durch den Sonnenschutz reduzieren können, um kostenlos die Wärme der Sonne nutzen zu können. Im Sommer muss optimaler Sonnenschutz erreicht werden können. Ideal ist es dabei, wenn die Bewohner des Hauses den Eintrag von Licht und Wärme jederzeit individuell regeln können. Nur mit einer Jalousie kann man diese Abstimmung genau erreichen. Ein idealer Sonnenschutz sollte aber auch wartungsfrei sein und optisch kaum auffallen.

Welche Vorteile bietet ein Sonnenschutz im Scheibenzwischenraum?

Eine Jalousie im Scheibenzwischenraum kann diese Anforderungen perfekt erfüllen. Bis jetzt wurde diese Technik vor allem in großen Gebäuden mit viel Fensterfläche eingesetzt, aber die Verbreitung auch in privaten Wohnhäusern nimmt stark zu, die Vorteile sind einfach nicht von der Hand zu weisen.

Features von ScreenLine®

 Innenliegende 
SystemeAußenliegende 
SystemeScreenLine®-Systeme
Frei von Verunreinigung und StaubNeinNeinJa
WartungsfreiNeinNeinJa
AlterungsbeständigNeinNeinJa
Geschützt vor äußeren BeschädigungenNeinNeinJa
Sehr lange LebensdauerNeinNeinJa
Licht- und WärmeschutzJaJaJa
Schutz der PrivatsphäreJaJaJa
Elegantes Design, perfekt in jeder UmgebungNeinNeinJa
Ohne problematische WärmebrückenJaNeinJa
Sehr geringer Planungsnachweis-AufwandJaNeinJa

Gibt es Fördermöglichkeiten für den Einbau eines Sonnenschutzes / Wärmeschutzes im Fenster?

Sie haben mit ScreeLine Ihren idealen Sonnenschutz und Wärmschutz gefunden und es wird noch besser. Der Einbau eines Sonnenschutzes wird gefördert im Rahmen einer energetischen Sanierung. Je nach Vorhaben können so 20-50% der Kosten über einen Zuschuss gefördert werden. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfolgt die Förderung. Wichtig hierbei, für den Nachweis von Effizienzhäusern ist seit dem 01.07.2021 der Nachweis eines sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2 zwingend nachzuweisen. Dies gilt auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden zu einem Effizienzhaus.

Hier haben wir alle Infos zur Förderung zusammengestellt.

Und jetzt ….

… brauchen Sie nur noch zu wissen, wo Sie Anbieter für Fenster mit dem integrierten Sonnenschutz von ScreenLine im Scheibenzwischenraum finden können. Schauen Sie doch einfach auf unsere Seite mit der Übersicht zu unseren Vertriebspartnern. Diese integrieren unseres ScreenLine Produkte perfekt ins Fenster und bieten Ihnen Produktion, Beratung und Einbau aus einer Hand.

Hier geht es zu unseren Kompetenzpartnern.

Weitere FAQ zum Thema sommerlicher Wärmeschutz

  • Wieviel Energie und Geld lässt sich mit sommerlichem Wärmeschutz einsparen?
    Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten, da das Einsparpotential sehr stark von den einzelnen Gebäuden abhängt. Wenn wir davon ausgehen, dass wir für einen Raum mit 25 m² durch einen guten sommerlichen Wärmeschutz eine Klimaanlage einsparen. Dieser Raum müsste ohne den sommerlichen Wärmeschutz mit einer Klimaanlage der Effizienzklasse A gekühlt werden an 500 Stunden pro Jahr. So würde hier ein Stromverbrauch von ca. 440 kWh pro Jahr entstehen. Das wäre bei 30 Cent pro kWh Strom 132 € an Betriebskosten. Plus die Kosten für die Klimaanlage.
    Der Einbau einer Jalousie im Scheibenzwischenraum würde zwar auch Kosten verursachen, jedoch nur einmalige Kosten.
  • Weshalb wird dieses Thema immer wichtiger?
    Durch die steigenden Temperaturen wird der Energieaufwand für die Klimatisierung von Gebäuden deutlich steigen. Der Gesetzgeber reagiert darauf und erhöht die Anforderungen nicht nur im Bereich der Dämmung von Gebäuden, sondern auch im Bereich des sommerlichen Wärmeschutzes.
  • Welche Normen / Vorschriften gelten für den sommerlichen Wärmeschutz?
    Die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz werden über die DIN 4108-2 beschrieben. Die EnEv und das GEG machen dabei Vorgaben, dass Wohngebäude und Nichtwohngebäude so auszuführen sind, dass die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz erfüllt werden. Dabei nehmen sowohl EnEv und GEG Bezug auf die DIN 4108-2.
  • Wie wird der sommerliche Wärmeschutz für die Norm berechnet?

Die Ermittlung des sommerlichen Wärmeschutzes in der DIN erfolgt über den Sonneneintragswert. Dieser wird nach der folgenden Formel ermittelt:

Svorh. = ∑ Aw,J · gtot,j / AG

Aw,J   =  die Fensterflächen in m² eines Raumes als Rohbaumaß
gtot,j
=  der Gesamtenergiedurchlassgrad des Glases einschließlich Sonnenschutz
AG
     =  die Nettogrundflächen in m² eines Raumes

Achtung, hierbei handelt es sich um eine vereinfachte Berechnung